Am 17. Mai 7.45 Uhr
können wir 10 Nordic Walkerinnen und 2 Nordic Walker vor dem Nordic
Sport Shop in Pratteln begrüssen.
Schnell sind die drei Autos
gefüllt und los geht die Fahrt via Rheinfelden durch das wildromantische Wehratal zum Luftkurort Bernau, Ortsteil Innerlehen. Schon
um 9 Uhr können wir im Gasthaus Rössle unsere Zimmerschlüssel
entgegennehmen, das Gepäck deponieren und uns mit Kaffee, Tee, Schoggi und Vollkornbrötchen für die erste Tour
stärken. Via Menzenschwand fahren wir hoch zum Aeulemer Kreuz und lassen dort die Autos stehen.
Während Yves unser Picknick zur Kapellenkopfhütte hochschleppt
stimmen und turnen wir uns tüchtig ein.
Nach nur einem kurzen
deftigen Anstieg können wir bereits ein erstes Mal den Schluchsee
überblicken. Eine Viertelstunde später stossen wir auf Yves und
gemeinsam geht es eine gute Stunde praktisch eben aus durch den Wald. Beim
nächsten Zwischenziel, der Hochkopfhütte, entscheiden sich einige
noch bis zum Caritas Haus nahe der Ortschaft Feldberg zu walken, die
Gemütlicheren geniessen eine Pause vor dem kommenden Streckenabschnitt
durch das Naturschutzgebiet zum Hochmoor. Der nächste Stopp für beide
Gruppen ist beim „Zweiseenblick“ auf 1305 m ü.M. wo wir den
schönen Ausblick Richtung Titisee und Schluchsee geniessen.
Via Farnwitte
und einer abermaligen freiwilligen, schön gelegenen Zusatzschlaufe
für die „Leistungsorientierteren“ kehren wir zu unserer
Picknickstelle zurück wo die „Schnelleren“ bereits das
Schwarzwald- Buffet eingerichtet haben.
Dank bislang viel
Wetterglück, gut gelaunt und ganz schön hungrig machen wir uns hinter
die Spezialitäten, eine Stunde Pause können wir uns gönnen bevor
wir zu den Autos absteigen müssen.
Um 15 Uhr beginnt im Revitalbad Menzenschwand das Wellnessprogramm. Die müden, verhockten und
verhärteten Muskelpartien können in der schönen Badanlage
weggeschwommen oder mit einer Massage bearbeitet werden. Einige nutzten das
volle Programm und schwitzten noch tüchtig in der Sauna. Drei volle
Stunden relaxen, tun und lassen was das Herz begehrt – dies kann man sich
im normalen Alltag leider nur selten gönnen.
„Putzt und gschtrählt“ kehren wir dem Bad den Rücken
und haben im Hotel genügend Zeit uns einzurichten und zu
„lagern“ bevor wir gemeinsam den Weg ins nahe Restaurant
Schwarzwaldhaus unter die Füsse nehmen. Die Speisekarte verspricht wie
immer viel Gutes – und trotz „fullhouse“
können alle bald etwas Feines geniessen. Nach Dessert, Kaffee .... kehren
wir gegen 23 Uhr ins Hotel zurück um uns wohlverdient auf’s
Ohr zu legen.
Gut geschlafen und ausgeruht
treffen wir am Sonntagmorgen um 8.30 Uhr die ganze Schar beim reichhaltigen
Frühstück wieder an. Ein prächtiger Morgen, die Sonne scheint
– wird das Wetter auch heute nochmals den ganzen Tag halten?
War es am Vortag eher eine Walkingstrecke auf der mehr oder weniger gleichen
Höhenlinie, so sind heute einige Höhenmeter angesagt. Unser Ziel soll
heute das Herzogenhorn und/ oder das kleine
Spiesshorn sein. Um 9.30 Uhr verlassen wir das Rössle und fahren wieder
nach Menzenschwand zum Kurhaus.
Nach einer
halbstündigen ebenen Einlaufstrecke geht’s im Wald hoch durch ein
„Couloir“. Mit der richtigen Technik schaffen es alle „mit
links“. Nach ca. 1.5 Stunden Marschzeit entscheiden sich drei Teilnehmerinnen
für die gemütlichere Variante, den direkten Weg zur Krunkelbachhütte zu nehmen, die anderen für den
gut einstündigen „Umweg“, durch ein Naturschutzgebiet mit
kleinem Restschneefeld hoch zum Herzogenhorn (1417 müM) zu steigen.
Die Mühe hat sich gelohnt!
Wir geniessen einen tollen 360° Weitrundblick, denn nur noch gerade der
sehr nahe Feldberg ist um ein paar wenige Meter höher. Der Horizont ist
etwas dunstig, sonst müssten wir sogar Pilatus und andere Schweizer Gipfel
sehen – sicher ein Grund ein anderes Mal wieder hoch zu steigen.
Zufrieden gesellen wir uns
später zu den Kolleginnen, welche uns vom Gipfel winken gesehen haben. Bei
traditionellen Hüttengerichten lassen wir es uns gut gehen.
Nach abschliessendem Kaffee
und Kuchen heisst es aber schnell weiter, denn die Spitze des für das
ganze Wochenende angesagten schlechten Wetter hat uns definitiv eingeholt.
Nach einer halben Stunde
erreichen wir bei immer stärker werdendem Nieselregen das kleine
Spiesshorn; spätestens in diesem Unterstand der wie ein Horst an den Fels
gebaut ist, ziehen auch die letzten die komplette Regenmontur an.
Glücklicherweise
geht’s jetzt nur noch bergab ins Menzenschwandertal.
Nach einer weiteren Stunde ist der Ausgangspunkt erreicht – alle immer
noch gut gelaunt. Im Haus des Gastes können wir uns der nassen Kleider
entledigen, und trocken anziehen. Um 16.30 Uhr löst sich die Gesellschaft
für die individuelle Heimfahrt auf.
Einig sind sich alle, man
möchte sich in einem Jahr wieder sehen. Wir bleiben dran und werden auch
in dieser Region nochmals ein Wochenende organisieren; freuen tun wir uns jetzt
schon, ihr wart eine sehr tolle Gesellschaft.
Herzlichen Dank
Rita Horand und Dr.
Brinkmann