Nordic Walking Weekend im Schwarzwald vom 17./18. Mai 08

 

Am 17. Mai 7.45 Uhr können wir 10 Nordic Walkerinnen und 2 Nordic Walker vor dem Nordic Sport Shop in Pratteln begrüssen.

Schnell sind die drei Autos gefüllt und los geht die Fahrt via Rheinfelden durch das wildromantische Wehratal zum Luftkurort Bernau, Ortsteil Innerlehen. Schon um 9 Uhr können wir im Gasthaus Rössle unsere Zimmerschlüssel entgegennehmen, das Gepäck deponieren und uns mit Kaffee, Tee, Schoggi und Vollkornbrötchen für die erste Tour stärken. Via Menzenschwand fahren wir hoch zum Aeulemer Kreuz und lassen dort die Autos stehen. Während Yves unser Picknick zur Kapellenkopfhütte hochschleppt stimmen und turnen wir uns tüchtig ein.

Nach nur einem kurzen deftigen Anstieg können wir bereits ein erstes Mal den Schluchsee überblicken. Eine Viertelstunde später stossen wir auf Yves und gemeinsam geht es eine gute Stunde praktisch eben aus durch den Wald. Beim nächsten Zwischenziel, der Hochkopfhütte, entscheiden sich einige noch bis zum Caritas Haus nahe der Ortschaft Feldberg zu walken, die Gemütlicheren geniessen eine Pause vor dem kommenden Streckenabschnitt durch das Naturschutzgebiet zum Hochmoor. Der nächste Stopp für beide Gruppen ist beim „Zweiseenblick“ auf 1305 m ü.M. wo wir den schönen Ausblick Richtung Titisee und Schluchsee geniessen.

Via Farnwitte und einer abermaligen freiwilligen, schön gelegenen Zusatzschlaufe für die „Leistungsorientierteren“ kehren wir zu unserer Picknickstelle zurück wo die „Schnelleren“ bereits das Schwarzwald- Buffet eingerichtet haben.

 

Dank bislang viel Wetterglück, gut gelaunt und ganz schön hungrig machen wir uns hinter die Spezialitäten, eine Stunde Pause können wir uns gönnen bevor wir zu den Autos absteigen müssen.

 

Um 15 Uhr beginnt im Revitalbad Menzenschwand das Wellnessprogramm. Die müden, verhockten und verhärteten Muskelpartien können in der schönen Badanlage weggeschwommen oder mit einer Massage bearbeitet werden. Einige nutzten das volle Programm und schwitzten noch tüchtig in der Sauna. Drei volle Stunden relaxen, tun und lassen was das Herz begehrt – dies kann man sich im normalen Alltag leider nur selten gönnen.

 

„Putzt und gschtrählt“ kehren wir dem Bad den Rücken und haben im Hotel genügend Zeit uns einzurichten und zu „lagern“ bevor wir gemeinsam den Weg ins nahe Restaurant Schwarzwaldhaus unter die Füsse nehmen. Die Speisekarte verspricht wie immer viel Gutes – und trotz „fullhouse“ können alle bald etwas Feines geniessen. Nach Dessert, Kaffee .... kehren wir gegen 23 Uhr ins Hotel zurück um uns wohlverdient auf’s Ohr zu legen.

 

Gut geschlafen und ausgeruht treffen wir am Sonntagmorgen um 8.30 Uhr die ganze Schar beim reichhaltigen Frühstück wieder an. Ein prächtiger Morgen, die Sonne scheint – wird das Wetter auch heute nochmals den ganzen Tag halten?

 

War es am Vortag eher eine Walkingstrecke auf der mehr oder weniger gleichen Höhenlinie, so sind heute einige Höhenmeter angesagt. Unser Ziel soll heute das Herzogenhorn und/ oder das kleine Spiesshorn sein. Um 9.30 Uhr verlassen wir das Rössle und fahren wieder nach Menzenschwand zum Kurhaus.

Nach einer halbstündigen ebenen Einlaufstrecke geht’s im Wald hoch durch ein „Couloir“. Mit der richtigen Technik schaffen es alle „mit links“. Nach ca. 1.5 Stunden Marschzeit entscheiden sich drei Teilnehmerinnen für die gemütlichere Variante, den direkten Weg zur Krunkelbachhütte zu nehmen, die anderen für den gut einstündigen „Umweg“, durch ein Naturschutzgebiet mit kleinem Restschneefeld hoch zum Herzogenhorn (1417 müM) zu steigen.

Die Mühe hat sich gelohnt! Wir geniessen einen tollen 360° Weitrundblick, denn nur noch gerade der sehr nahe Feldberg ist um ein paar wenige Meter höher. Der Horizont ist etwas dunstig, sonst müssten wir sogar Pilatus und andere Schweizer Gipfel sehen – sicher ein Grund ein anderes Mal wieder hoch zu steigen.

 

Zufrieden gesellen wir uns später zu den Kolleginnen, welche uns vom Gipfel winken gesehen haben. Bei traditionellen Hüttengerichten lassen wir es uns gut gehen.

Nach abschliessendem Kaffee und Kuchen heisst es aber schnell weiter, denn die Spitze des für das ganze Wochenende angesagten schlechten Wetter hat uns definitiv eingeholt.

Nach einer halben Stunde erreichen wir bei immer stärker werdendem Nieselregen das kleine Spiesshorn; spätestens in diesem Unterstand der wie ein Horst an den Fels gebaut ist, ziehen auch die letzten die komplette Regenmontur an.

 

Glücklicherweise geht’s jetzt nur noch bergab ins Menzenschwandertal. Nach einer weiteren Stunde ist der Ausgangspunkt erreicht – alle immer noch gut gelaunt. Im Haus des Gastes können wir uns der nassen Kleider entledigen, und trocken anziehen. Um 16.30 Uhr löst sich die Gesellschaft für die individuelle Heimfahrt auf.

 

Einig sind sich alle, man möchte sich in einem Jahr wieder sehen. Wir bleiben dran und werden auch in dieser Region nochmals ein Wochenende organisieren; freuen tun wir uns jetzt schon, ihr wart eine sehr tolle Gesellschaft.

 

Herzlichen Dank

 

Rita Horand und Dr. Brinkmann